Friedenspädagogischer Runder Tisch Freiburg

Liebe Besucher*innen,

herzlich willkommen auf unserer neuen Homepage.

Das lokale Friedensbündnis Runder Tisch Freiburg besteht seit 2010 und ist einem friedenspädagogischen Konzept verpflichtet, das auf die Einsicht setzt, dass Militär  – und damit auch die Bundeswehr – nichts zur Lösung regionaler und globaler Konflikte beiträgt. Stattdessen verursachen Aufrüstung, Abschreckung, Drohung mit und Anwendung von militärischer Gewalt weltweit unermessliches menschliches Leid und unerträgliche ökologische und ökonomische Kosten.

Unser Mitglied M. H. meint: Friedenspolitik ist das Gebot der Stunde. Rüstungspolitik ist sozialschädlicher Klimakiller.

Statt einer sog. Sicherheitslogik, die im Gegenüber nur den potentiellen Konkurrenten und Feind sieht, folgen wir den Grundgedanken der Friedenslogik (Gewalt ist keine Lösung), wonach Konflikte nur durch die wechselseitige Anerkennung der Interessen und im gerechten Ausgleich der Interessen gelöst werden können.

Frieden ist nur miteinander möglich. Die Schüler*innen sollen deshalb lernen, wie alle Konflikte von der persönlichen bis zur globalen Ebene konstruktiv nur mit gewaltfreien Mitteln bearbeitet werden können. 

Wir gehören zum landesweiten Bündnis “Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden!”, das aus Friedensorganisationen, kirchlichen Gruppen und Gewerkschaften besteht. Unsere Kritik gilt besonders den Einwirkungsmöglichkeiten auf Minderjährige in Schulen durch Jugendoffiziere, der Rekrutierungspraxis der Bundeswehr durch sog. Karriereberater*innen und der vielgestaltigen, auf Überwältigung angelegten Werbekampagne der Bundeswehr unter dem Motto “Mach, was wirklich zählt” in den sozialen Medien.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Aktion Rote Hand, mit der erreicht werden soll, dass der Einsatz von Kindersoldat*innen überall auf der Welt (auch bei uns in Deutschland) geächtet und verboten wird.

Auf der Ebene Baden-Württembergs ist die Seite Schulfrei-für-die-Bundeswehr.de uns ein wichtiger Partner. Als eigene regionale Gruppe sind wir seit Anfang 2021 im Netz; aber noch immer ist unsere Seite im Aufbau. Wir bitten daher ggf. um Nachsicht. Wir sind für jede Rückmeldung dankbar.

 

Schlagworte

Aktuelles

Wir unterstützen nachdrücklich den Aufruf des Netzwerks Friedenskooperative:

Dein Nein zum 100 Milliarden Euro Rüstungsprojekt FCAS

Zum Mitmachen / Unterzeichnen

Bundestagswahl

Die Wahlen am 26. Sept. 2021 stellenWeichen:

Eine Entscheidungshilfe finden Sie hier bei ‘Ohne Rüstung leben’

Oder besuchen Sie die Seite von ‘unter18nie’ mit Prüfsteinen für die Wahlen

2 Bilder aus unserem 'Kunstprojekt an Schulen'

“Gedenken-Gang” am Montag, den 10. Mai 2021, in Freiburg gegen die Opfer von Krieg und Faschismus

Am 10.Mai 1940 starben auf dem Hildaspielplatz in Freiburg 57 Menschen, davon 13 Kinder durch einen irrtümlichen deutschen Bombenangriff. Die nationalsozialistische Propaganda stellte den Vorfall als Terrorangriff feindlicher Flugzeuge dar, um damit sogenannte Vergeltungsschläge der deutschen Luftwaffe zu rechtfertigen.

Der Runde Tisch Freiburg “Schulfrei für die Bundeswehr-Lernen für den Frieden “ widmete  den toten Kindern vom Hilda-Spielplatz 1940 zwei Bilder von Kindern, die 80 Jahre danach immer noch Spielplatzszenen als Zeichen der  Hoffnung auf Frieden sehen.  Die beiden Bilder sind Teil der Ausstellung in unserer Galerie.

“Die Schutzbedürftigkeit der Kinder, die jeweils zum Ausdruck kommt, ist für uns Erwachsene heute eine besondere Verpflichtung, den Kindern eine Zukunft ohne Gewalt und Krieg zu ermöglichen.” ( Marie Battran-Berger)      

Hier ist der Bericht aus der Lokalpresse: Badische Zeitung

In Radio Dreyeckland wurden Auszüge aus den Gedenkreden an den Mahnmalen dokumentiert.

 

M. Battran-Berger erläutert die Bilder von Schüler*innen zum Thema ‘Kinder im Krieg – Kinder im Frieden’. Dabei zeigt sie die RoteHandKarte des Freiburger OB Horn mit der Parole: “Frieden braucht  nicht nur Worte, sondern auch echte Taten.”

H. Battrans Rede zum Gedenken auf dem Hildaspielplatz  können Sie hier nachlesen

Quelle: https://sipri.org/
Mit freundlicher Genehmigung des Karikaturisten

Waffen, Waffen, noch mehr Waffen!

Aktuelle Studie des SIPRI-Instituts

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut verzeichnete 2020 – trotz Pandemie – eine Steigerung der Rüstungsausgaben um weltweit 2,6 % auf ca. 1,65 Billionen Dollar (= 1,65 Billionen Euro). Aufrüstung oder Hochrüstung?

Schlimm genug! Noch schlimmer aber ist der Befund für Deutschland: 2020 liegt die Steigerungsrate bei sage und schreibe 5,2 Prozent(= 52,8 Mrd. $) und damit seit 2011 sogar bei insgesamt 28 Prozent! Friedenspolitik sieht anders aus!

Was könnte man für diese gewaltigen Summen nicht alles für Bildung, Gesundheit, Ernährung, Klima und Entwicklung tun? Was ja umso drängender und wichtiger wäre, als aus der Vernachlässigung dieser Probleme  kriegerische Konflikte neu entstehen oder bestehende noch verschärft werden.

Ab 1. April 2021:

Leider kein Aprilscherz!

“Dein Jahr für Deutschland”

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/-dein-jahr-fuer-deutschland-freiwillig-die-heimat-schuetzen-348578

Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz

Ab dem 01.04.2021 wird es in der Bundeswehr einen neuen Freiwilligen-Dienst, genannt „Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz“ geben, für den mit dem Slogan „Dein Jahr für Deutschland“ geworben wird und der sich speziell an die Zielgruppe junger Menschen richtet, auch an die Minderjährigen ab 17 Jahren.

Zur Sachlage:

  • Der neue Dienst ist einjährig.
  • Er teilt sich auf in 7 Monate Grundausbildung im „Gefechts-“ und Sanitätsdienst und einer Spezialausbildung für den 5-monatigen Reservistendienst innerhalb von 6 Jahren in den 31 „Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien“. In Baden Württemberg gibt es 3 solcher Standorte ( Bruchsal, Immendingen, Walldürn)
  • Der Wehrdienst umfasst Waffen – und Schießübungen, an denen auch die Minderjährigen teilnehmen sollen
  • Im Reservistendienst soll der Einsatz wohnortnah erfolgen
  • Keine Auslandseinsätze
  • Zunächst für 1 Jahr als Pilotprojekt mit 1000 jungen Frauen und Männern geplant. Am 6. April 2021 werden über 300 der rund 1.600 Bewerber*innen ihren Dienst antreten.    

(Claudia Meissner)

Lesen Sie mehr dazu:

  1. Was steckt dahinter?   Kritik in 4 Punkten
  2. Leserbrief unseres Mitglieds U. Pfefferle an die BZ

Hören Sie mehr dazu:

  1. Interview mit Claudia Meissner auf Radio Dreyeckland
Quelle: https://www.bundeswehrkarriere.de/deinjahrfuerdeutschland

“Mach, was wirklich zählt”?

Was für eine anmaßende Behauptung! Was Millionen Menschen heute täglich leisten (im Gesundheitswesen, in der Verwaltung, in der Produktion etc.) zählt also nicht “wirklich”?

“Weil Du hier richtig wichtig bist”?

Anderswo sind wir unbedeutend! Wir sind nicht “richtig” wichtig! Aber im Befehls- und Gehorsams-Schema der Bundeswehr da darfst Du Dich wichtig fühlen, nur eben leider ganz am Ende der Befehlskette!

“Der neue Dienst in Deiner Heimat”?

Ja, der gleiche Dienst wie sonst an der Waffe, nur eben nicht in Afghanistan oder sonst in einem Kriegsgebiet, sondern “in der”, nicht etwa für die Heimat. Und was ist das überhaupt, was gilt es “in der Heimat” zu bekämpfen??

“Dein Jahr für Deutschland”?

Für was oder wen denn? Einsätze (welcher Art denn?) innerhalb der Grenzen des Bundesgebiets sind zumindest umstritten. Jedenfalls bestimmt nicht (wie auf dem Werbeplakat dargestellt) mit dem Sturmgewehr im Anschlag!

Die ganze Heimatschutzidee und die Werbung dafür sind mehr als fragwürdig und in ihrer reißerischen Form nur abzulehnen.

(Klaus Banholzer)

05. April und 08. Mai 2021

“Menschlichkeit statt Barbarei! Entschieden für Frieden!”

Unsere Zukunft hängt nicht nur davon ab, wie wir mit dem Klima umgehen. Entscheidend ist, wie wir miteinander umgehen. Kriege sind barbarisch. Mit Kriegen ist nur ein Gegeneinander möglich, kein Miteinander. Kriege produzieren Leid und machen die Welt unsicher. Eine lebenswerte Zukunft in Frieden und Sicherheit für alle Menschen wird es nur geben, wenn Klimaschutz Hand in Hand mit Abrüstung geht.

Es ist an der Zeit, sich modernen Konfliktlösungen zuzuwenden, die ohne Waffen und Gewalt und ohne wechselseitiges Töten auskommen. Sage niemand, dies sei unmöglich …

Am 8. Mai 2021 feiern wir zum 76. Mal den Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus. …”

Lesen Sie den gesamten Aufruf hier

Foto: Sra Duncan C. Bevan / ZUMA Wire / imago images

     Weltweit begehrt: US-Rüstungsgüter wie dieser Kampfjet

 

15.03.2021

Liebe Friedensfreund*innen,

leider keinerlei Grund zur Entwarnung: Laut Recherchen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI stagnieren die weltweiten Rüstungsexporte bei Großwaffensystemen (wie Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Militärhelikopter oder Kampfpanzer) selbst in Coronazeiten auf immens hohem Niveau.

Deutschland gehört zu den großen Gewinnern der weltweiten Unsicherheitslage. Die von der Großen Koalition von CDU, CSU und SPD genehmigten Rüstungsexporte stiegen von 2016 bis 2020 (im Vergleich zu 2011 bis 2025) um weitere 21 Prozent <!>. Einzig Frankreich, bei vielen Kooperationsprojekten deutscher Exportpartner, legte noch mehr zu.

Wie wir wissen, genehmigte die Bundesregierung  erneut zahlreiche Kriegswaffenexporte an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten. All die trügerischen Proklamationen einer vermeintlich “restriktiven” Rüstungsexportpolitik sind Lug und Trug.

Die bedeutendsten Kunden der exportierenden Industriestaaten lagen und liegen in der Krisen- und Kriegsregion Nahen Osten.

Herzlichst

Jürgen Grässlin,

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!, DFG-VK, RüstungsInformationsBüro mit dem GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE

 

 Krieg war gestern.

Heute erklären wir Frieden.

Am 09.03.2021

trafen wir uns an der Haltestelle in Littenweiler zu einem Mini – Flashmob. Unsere von der DB abgelehnten Plakate sind dort zu sehen. Als einziger Ort in Freiburg sicher nicht ideal, aber nach Ablehnung der DB mussten wir als Standort nehmen, was noch zu bekommen war.

Wir protestierten damit für unser Ziel einer Friedenspolitik und gegen die Arroganz der DB.

04.03.2021  Ganz aktuell:

Der Gipfel der Scheinheiligkeit

Mit diesem Plakat hat die DB kein Problem

Vergleichen Sie bitte: Weiter unten auf dieser Seite sehen Sie unsere Plakate, die der DB nicht “neutral” genug sind. Das Plakat links aber erfüllt ganz klar die Neutralitätskriterien der DB – oder?

Lesen Sie dazu:

a) unsere E-Mails an den Konzernsprecher

b) den Artikel von Gitta Düperthal aus der Tageszeitung »junge Welt«

Ostermärsche 2021 vom 1. – 5. April:

Aktiv werden für eine neue Friedenspolitik und konsequente Abrüstung!

Gerade hat die Bundesregierung angekündigt,  dass sie in diesem Jahr mehr als 53 Milliarden Euro für Rüstung ausgeben werde. Bei den Rüstungsunternehmen wird diese Nachricht sicherlich für große Freude gesorgt haben. Bei uns trifft sie hingegen auf großes Unverständnis. Während bei der Beschaffung von Impfdosen und bei Coronahilfen gegeizt wird und es nur schleppend voran geht, soll noch mehr Geld für Aufrüstung ausgegeben werden. Falscher könnte die Prioritätensetzung der Bundesregierung nicht sein!

Die nukleare Bedrohung, die Klimakrise und die Erosion der Demokratie gefährden das friedliche Zusammenleben der Menschen. Trotz Corona-Pandemie wird weltweit weiter aufgerüstet. Dabei ist der Wandel zu einer neuen Friedens- und Entspannungspolitik dringend erforderlich. Im Sinne einer lebendigen Demokratie setzen wir uns gerade im Jahr der Bundestagswahl zu Ostern und darüber hinaus energisch für Frieden und Abrüstung ein.

Quelle: Netzwerk Friedenskooperative

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ protestiert mit einer Kunstaktion gegen die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und für ein Rüstungsexportkontrollgesetz.

Dazu wurden drei riesige Schachteln aufgestellt, die an Zigarettenschachteln erinnern. Statt Zigaretten befinden sich darin deutsche Waffen. Die Warnhinweise und „Schockbilder“ zeigen die möglichen Folgen des Waffenhandels – Tod und Zerstörung, wie z.B. im Jemenkrieg, in dem nachweislich auch deutsche Waffen gegen Zivilist*innen und zivile Ziele eingesetzt werden.

28.2.2021  

“Rüstungsexporte können tödlich sein”

Deutschland braucht endlich ein Rüstungsexportkontrollgesetz!

Friedensaktivist*innen protestierten heute vor dem Deutschen Bundestag in Berlin

Unser Mitglied Jürgen Grässlin, Kampagnensprecher und Bundessprecher der DFG-VK, ergänzt:

“Die widersprüchliche Gesetzeslage von Kriegswaffenkontrollgesetz und Außenwirtschaftsgesetz haben die jeweiligen Bundesregierungen über Jahrzehnte genutzt, um Deutschland zu einem der größten Waffenhändler der Welt zu machen. Dies war auch möglich, weil die Bundesregierung keiner wirksamen Kontrolle durch Bundestag und Öffentlichkeit unterliegt. Und es war möglich, weil die vermeintliche Einzelfallprüfung bei jährlich 10.000 Anträgen nur ein Feigenblatt ist, wie aktuell die Gerichtsverhandlung wegen illegaler Waffenexporte von Heckler und Koch nach Mexiko zeigt.

Gemäß der Verfassung soll von Deutschland Frieden und nicht Krieg ausgehen – deshalb müssen die Waffenexporte gestoppt und schnellst möglich ein Rüstungsexportkontrollgesetz umgesetzt werden.”

26.2.2021 – Aktionstag gegen Waffenhandel

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! hat den 26.2. zum Aktionstag gegen den Waffenhandel erklärt. Das Datum bezieht sich auf Artikel 26, Absatz 2 Grundgesetz, in den ein klares Verbot von Rüstungsexporten aufgenommen werden soll.

Auch im Jahr 2021 gibt es wieder eine Protestaktion gegen Waffenexporte vor dem Deutschen Bundestag in Berlin.  Das Motto: Rüstungsexporte können tödlich sein. Deutschland braucht endlich ein Rüstungsexportkontrollgesetz.

Absolut unverständlich:

Deutsche Bahn lehnt diese Friedensplakate ab

Diese unsere Plakate sind der Deutschen Bahn nicht ‘neutral’ genug, daher will sie diese nicht zeigen. Andererseits hat sie aber keine Problem damit, die Kampagnen der Bundeswehr mit deren Plakaten zu unterstützen.

Lesen Sie dazu unser Schreiben an die DB

Und hier die Antwort von A. Stauss, Konzernsprecher der DB, an Peter Nowak, freier Journalist, welcher die DB um eine Begründung für ihr Vorgehen gebeten hatte:

Sehr geehrter Herr Nowak,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Die Deutsche Bahn lässt auf ihren Werbeflächen aus Gründen der Neutralität keine politische Werbung zu. Die Aussage „Für Friedensbildung statt Bundeswehr an Schulen“ haben wir nicht als neutral, sondern als politisch wertend eingestuft und daher abgelehnt.

In den Motiven, mit denen die Bundeswehr wirbt, etwa in der Kampagne „Mach, was wirklich zählt“, sehen wir keinen Regelverstoß.

Mit freundlichen Grüßen

Konzernsprecher  Deutsche Bahn AG

Unsere Meinung:
“Das ist die wahre Arroganz der Macht! Der Mächtige braucht sich um die Glaubwürdigkeit seiner Argumente nicht zu kümmern.” (Hagen B.)

Bildcollage: M.B. von frieden-lernen.de

Mobile Aktion Rote Hand 2021

Es ist schade, dass wir die Aktion Rote Hand nicht in der gewohnten Form z.B. an Schulen durchführen können. Aber wir müssen uns trotzdem für die betroffenen Kinder einsetzen, denn es werden leider nicht weniger, sondern eher mehr. Die bewaffneten Konflikte haben in vielen Ländern zugenommen und es ist damit zu rechnen, dass Corona und die Folgeschäden diesen Trend noch verstärken werden.  Wie alles in dieser Zeit, wird auch diese Aktion virtuell durchgeführt. Digitale Angebote zum Mitmachen bis zum Ende des Lockdowns / Informationen und Angebote zum Mitmachen: https://www.aktionrotehand.de/grid/fakten/

Für Menschen, die sich in den sozialen Netzwerken bewegen, gibt es direkte digitale ROTE-HANDAbgaben: Die Kinderrechtsorganisation terre des hommes bietet sich hier an: https://www.tdh.de/schule/red-hand-day-aktion-rote-hand/red-hand-day-sharepics/ Dort kann man einfach die Rote Hand im Rechner, im Handy oder Tablet herunterladen, diese dann im normal eingebauten Bildbearbeitungsprogramm leicht mit einem Text Eurer Wahl beschriften. Das geht wirklich unglaublich schnell. Die Mobile Aktion Rote Hand rückt so in die Nähe der Präsenz Aktion Rote Hand. Dann die Hand posten: Schickt eure roten Hände danach überall dort hin, wo ihr in den Sozialen Netzwerken aktiv seid. Setzt dazu den Hashtag #redhandday21.

Ihr könnt sie aber auch schicken an info@aktionrotehand.de. Natürlich kann auch über E-Mail die Rote Hand 2021 abgegeben werden: mobile@aktion-rote-hand.de

1. Foto auswählen und das Bild als Datei in den Anhang setzen.

2. In den Betreff: einen eigenen Slogan schreiben

3. In die Mail den Absender-Namen (kann auch nur Vorname sein) und den Ort

4. SENDEN! Nach dem Abschicken wird die so geschickte Rote Hand hier erscheinen: https://aktionrotehand.blogspot.com

Bildcollage: M.B. von frieden-lernen.de*   Hintergrundbild: https://kriegsgraeberstaetten.volksbund.de/

27.01.2021 Zum Auschwitz Gedenktag erinnern wir uns an 2020:

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz waren die Schulen in der Region aufgerufen, dieses spezielle Datum in ihren Unterricht einzubinden. Das Kreisgymnasium Neuenburg (KGN) lud dafür einige “Omas gegen Rechts – Freiburg” ein und verteilte an 66 Schüler Gutscheine für ein Speeddating mit einer Oma.

Eine Oma ist auch Mitglied unseres Friedenspädagogischen Runden Tischs Freiburg und lud die Schüler*Innen zu einer RotenHandAktion ein, die regen Zulauf hatte. Das Gesprächsthema waren Vergleiche von Kindersoldaten bei den Nazis und Kindersoldaten im 21. Jahrhundert. Im Führererlass vom 25. September 1944 wurden Jugendliche ab 16 Jahren zum Volkssturm, dem letzten sinnlosen Sterben im Krieg rekrutiert.

Ein Zeitzeuge berichtete 2015: “Wir Jugendliche verstanden den Krieg als Abenteuer und glaubten, uns im Kampf für ‘Führer, Volk und Vaterland’ als tapfere Soldaten bewähren zu müssen. In diesem Sinne waren wir seit Jahren in der Hitlerjugend indoktriniert worden. Von der grausigen Realität des Krieges hatten wir keine Vorstellung.

https://www.bild.de/politik/inland/zweiter-weltkrieg/hitlers-letzte-soldaten-40756458.bild.html

 
 
Rote Hand Aktion 2020 am Gymnasium Neuenburg (Bild: M.B. von frieden-lernen.de)

Unsere Meinung: Auch heute sind durch Militär – Anwerbung mit Versprechen auf Abenteuer und Bewährung, ob bei uns in D oder in anderen Ländern, Jugendliche gefährdet, zumal das Ausnutzen jugendlicher Neugierde über die sozialen Medien heute unvergleichlich intensiver möglich ist.

Friedensmahnmal für die der Atombombe zum Opfer gefallenen Kinder
Errichtet am 5. Mai 1958 (Tag der Kinder) vor dem Friedensmuseum in Hiroshima

Zum 22.01.2021:  Inkrafttreten des neuen UN-Vertrags zum Verbot von Atomwaffen (AVV)

Das Mädchen Sadako Sasaki: im Alter von 2 Jahren war sie der Atombombe augesetzt, 10 Jahre später erkrankte sie an Leukämie und verstarb. Die von Sadakos Tod schockierten Mitschüler riefen zu einer landesweiten Sammlung auf, um ein Denkmal für alle durch die Atombombe ums Leben gekommenen Kinder zu errichten.Dank der Unterstützung von Schülern aus 3100 Schulen in ganz Japan und Spenden aus dem Ausland, angefangen bei Großbritannien aus insgesamt neun Ländern, konnte das 9 m hohe Bronzedenkmal fertiggestellt werden. Die bronzene Statue eines Mädchens hält einen goldenen aus Papier gefalteten Kranich in die Höhe. Am Denkmal stehen die Worte:

“Dies ist unser Schrei, dies ist unser Gebet:

Friede soll in der Welt herrschen!”

Bildcollage: M.B von rotehandfreiburg.de

22. Januar 2021 Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft!

Kinderrechte müssen auch in diesem Bereich geschützt werden, denn Kinder sind am verletztlichsten und haben bei atomarer Strahlung ein über 100faches größeres Erkrankungsrisiko.

Minderjährige Kinder sollen weder an der Waffe ausgebildet noch in militärischen oder paramilitärischen Bereichen in ihren Rechten verletzt werden. Hier bei uns in Deutschland und überall auf der Welt!

Der 22. Januar 2021 soll ein Meilenstein in der Geschichte sein: Die Bundesregierung muss sich dem Atomwaffenverbotsvertrag aus ihrer besonderen historischen Verantwortung heraus anschließen.

Die Parteien im Wahlkampf sollen sich klar positionieren gegenüber der Bevölkerung. 92 Prozent aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger befürworten die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags durch die deutsche Bundesregierung 

https://www.sonnenseite.com/de/politik/greenpeace-umfrage-groe-mehrheit-fr-unterzeichnung-des-atomwaffenverbotsvertrags/

Bild: M.B. von rotehandfreiburg
Deckblatt der Studie, die von Brot für die Welt und von terre des hommes heraus gegeben worden ist.
 

November 2020: Freiburger Friedenswochen (online)

Die Veranstaltung gibt es schon seit 25 Jahren, 2020 findet sie das erste Mal online statt. Das Freiburger Friedensforum und das RüstungsInformationsBüro setzen dieses Jahr den Schwerpunkt “Arms Trade – a silent pandemic” über die Waffenexporte Deutschlands. Immerhin hat die BRD als viertgrößter Waffen-exporteur der Welt an vielen Orten die Finger im Spiel, wenn mit deutschen Waffen getötet wird.

Die aktuelle Studie “Kleinwaffen in kleinen Händen – Deutsche Rüstungsexporte verletzen Kinderrechte” ist als offizielles Dokument in das sogenannte Staaten-berichtsverfahren eingebracht worden, in dem überprüft wird, wie Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention umsetzt. Anhand von offiziellen Berichten und Daten untersucht der Autor Christopher Steinmetz vom Berliner Informations-zentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS) , in welche Konfliktländer Deutschland Waffen liefert und welche Folgen diese Exporte für Kinder und Jugendliche vor Ort haben. Sein Fazit: Fast alle Länder, denen von den Vereinten Nationen schwe­re Kinderrechtsverletzungen vorgeworfen wurden, haben seit 2014 deutsche Waffen erhalten.

Für uns besonders eindrücklich der Vortrag „Kleinwaffen in Kinderhänden – deutsche Waffenexporte verletzen Kinderrechte“, mit dem Spezialisten für Kinderrechte von terre des hommes Ralph Willinger und mit Innocent Opwonya, einem ehemaligen Kindersoldaten der Rebellengruppe der Lord Resistance Army in Uganda. Heute setzt er sich für Kinderrechte ein, referiert über Waffenexporte und den Einsatz von Kindersoldaten. Wenn die Einschränkungen wegen Corona vorbei sein werden, wollen wir beide gerne wieder bei uns in Freiburg als Referenten für Schulklassen begrüßen.