Friedenspädagogische Projekte, die wir initiiert/ begleitet haben.

Sehr gerne bieten wir Schulen/ Klassen/ Gruppen/ Kolleg*innen Unterstützung zur Durchführung von Projekten an, die auch unter Corona-Bedingungen digital möglich sind ( Beispiele siehe unten)!

Über Rückmeldungen oder Anfragen über unser Kontaktformular freuen wir uns.

Didaktische Hinweise/ Materialien zu den Projekten:                                    

Zum Kunstprojekt “Kinder im Krieg-Kinder im Frieden”

Um die Kolleg*innen anzuregen und zu unterstützen, bieten wir eine (nicht vollständige!) Zusammenstellung von Impulsen/ Unterrichtsbeispielen an, damit sie sich und ihre Klassen auf das Thema Kinder im Krieg – Kinder im Frieden einstimmen können. 

Hier ist eine Liste von 8 Anregungen für Lehrer*innen und Schüler*innen zum Thema: Kinder/ Menschen im Krieg – Kinder/ im Frieden. Hinweis dazu: Bitte in der aufscheinenden Tabelle den jeweiligen Link in der rechten Spalte markieren und mit Klick auf die rechte Maustaste öffnen.                                                                              

Projekt-Beispiele

Projekt 1: Kunstprojekt „Kinder im Krieg – Kinder im Frieden“

Beispiel: Albert –Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen, 2021

Projekt 2: Wie auch mit Moodle ein Projekt über Kindersoldaten konkret geht: „Lieber lernen statt schießen: Red Hand Day 2021“

Beispiel: Weiherhof Realschule Freiburg, 2021

Projekt 3: Sollen gewaltverherrlichende Computerspiele verboten werden? Krieg in Kinderköpfen

Beispiel: Wentzinger Realschule Freiburg 2017

Projekt 1: Albert-Schweitzer-Gymnasium Gundelfingen

Luisa und Hanna, Kl. 9

Kunstprojekt an Schulen

Kinder im Krieg – Kinder im Frieden

Wovon Kindersoldat*innen träumen

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hat sein Projekt abgeschlossen.

Alle Bilder sind in unserer Galerie zu finden

Chantal, Kl. 9

Albert-Schweitzer- Gymnasium Gundelfingen Beitrag zu unserem Aufruf 2021

Unsere Erfahrungen bei den RoteHandAktionen zeigten, dass Kinder und Jugendliche leicht motiviert werden konnten

  • durch die Orientierung der Aktion an der Öffentlichkeit
  • durch die konkrete Handlung, in der sie sich als kreativ und selbstwirksam erfahren konnten
  • durch die Beschäftigung mit Kindern im Krieg, die als Gleichaltrige eher Empathie auslösten.

Viele dieser Aspekte lassen sich auch auf Projekte im Kunstunterricht übertragen, bei denen Kinder und Jugendliche – zwar mit ihren Händen keine roten Abdrücke machen, aber auch ihre Hände dazu benutzen, das durch Zeichnen, Malen, Schneiden, Kleben, Schreiben auszudrücken, wie sie sich und andere sehen, wie sie Krieg und Frieden fühlen…

Statt Handabdruck – Handarbeit:

KinderKunst über Kinder im Krieg und Kinder im Frieden

Wegen Corona sind Vor-Ort-Projekte mit Schulen seit März 2020 nicht möglich. Außerdem wollten wir Lehrer*innen in diesen Zeiten nicht zusätzlichen Erwartungen von außen aussetzen.

Gleichwohl geht auch unter Corona das Leiden der Menschen und Kinder in Kriegen weiter, genauso wie der Waffenhandel und die Flüchtlingsmisere.

Deshalb wollten wir nicht aufgeben und Formate suchen, die auch unter Corona-Einschränkungen umsetzbar waren. So entstand die Anfrage an regionale Schulen, die wir von den RoteHandAktionen kannten.

Wir richteten die Anfrage an KunsterzieherInnen und/oder mit ihnen kooperierende Kolleg*innen aus anderen Fächern ( z.B. Politik/ Ethik/ Religion/ Geschichte … Fremdsprachen.

Da wir ursprünglich noch hofften, im Nov 2020 im Rahmen der Freiburger Friedenswochen  eine kleine Ausstellung in Echtzeit zu initiieren, schlugen wir auch nicht-digitale Formate vor, wie z.B. Skulpturen, großformatige Tücher, Objektinstallationen, Plakate …

Weitere Hinweise für Kinderkunst in größeren Zusammenhängen:

Bild:  Ausstellungsplakat “Krieg und Frieden”

Eindrückliche Beispiele für Bilderwelten von Kindern und Jugendlichen u.a. auch zum Thema „Krieg und Frieden“ finden sich im Archiv der KinderKunst e.V. Erfurt, in dem über 12.000 künstlerische Arbeiten von Kindern und Jugendlichen aus den vergangenen hundert (!) Jahren zu finden sind; in Deutschland eine einmalige Dokumentation.

KinderKunstArchiv https://www.kinderkunst-ev.de/archiv/dokument/detail/krieg-und-frieden/

Projekt 2: Weiherhof-Realschule Freiburg

Lockdown 2021 wird nicht zum Knockdown zum Lernen für den Frieden!

Wie auch mit Moodle RoteHand konkret geht:

Lieber lernen statt schießen : Red Hand Day 2021 Weiherhof Realschule Freiburg

An der Weiherhof-Realschule Freiburg sollte die schon wiederholte Tradition, an RoteHandAktionen teilzunehmen auch im Lockdown nicht aufgegeben werden: Eine Lehrerin stellte zum RedHandDay 2021 für ihre 12 Klassen ins Moodle die folgende Aufgabe:

Möchtet Ihr Euch an der “Roten Hand Aktion” 2021 beteiligen? Das ist eine weltweite Aktion gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. Am 12. Februar ist der red hand day.
Mehr dazu findet Ihr auf folgender Homepage https://frieden-lernen.de

Rote Handabdrücke als Protest gegen Soldaten unter 18 Jahren wurden zum ersten Mal am 12. Februar 2002 eingesetzt. Es wäre schön, wenn auch wir rote Handabdrücke sammeln würden.

Wenn Ihr mitmachen wollt, schickt ein Bild von Euch mit einer Roten Hand. Ihr könnt aber auch einfach eine rote Hand herunterladen. Zum Herunterladen geht Ihr auf die Startseite der Homepage https://frieden-lernen.de und scrollt nach unten.

Bitte schreibt Euren Namen und Eure Klasse dazu (wenn Ihr wollt, dass Eure Namen veröffentlicht werden) und ein Logo (z.B. Stoppt Kindersoldaten, Kinder haben ein Recht auf Bildung, für eine gewaltfreie Zukunft…). Schickt Euren Beitrag an mich                (Lehrerin) oder ladet den Beitrag auf Moodle hoch. Ich werde alle Beiträge sammeln und auf einem Padlet zusammenstellen unter dem Motto:

Lieber lernen statt schießen

Unten sehen Sie das eindrucksvolle Ergebnis dieses Aufrufs!

Wir vom Runden Tisch sagen: Vielen Dank an alle Beteiligten der Weiherhof-Realschule. Ganz toll!!!!!!!

Mit Padlet erstellt

Projekt 3: "Krieg in Kinderköpfen?"

        Zocker – Gamer  —

Gehirnjogging oder Gewalttraining?

Bild: https://de.pngtree.com">Pngtree.com

Militärvideospiele und Gewaltdarstellung

Militärische Konfliktstrategien in Spielen und die virtuell mitgelieferten Feindbilder in den games haben als Hintergrund die imperialistischen Konkurrenzen der realen Welt. Die Gewalt-Debatte muss also auch die politischen Bezüge heutiger Kriegsspiele im Blick haben.

Problematisch und intransparent:

Viele Videospiel-Hersteller kooperieren mit Rüstungsunternehmen und dem Militär. DIE BUNDESWEHR hat sich bei der gamescom und anderen Messen längst eingenistet. Und der Aufbau einer Cybertruppe ist im Gange.

In Computerspielen ist Gewalt vielfach ein zentrales Element. Es widerspricht Erziehungsstilen und Wertvorstellungen vieler Eltern, wenn der Nachwuchs nicht nur stundenlang in der Spieleszene abhängt, sondern auch noch Freude daran zu haben scheint, auf andere zu schießen. Auch wenn es sich dabei um virtuelle Figuren handelt: Viele Eltern machen sich Sorgen, wenn es um Computerspiele und das Thema Gewalt geht.

“Killerspiele”:

Gemeint sind im weitesten Sinne interaktive elektronische Spielprogramme, bei denen das virtuelle Töten von Menschen oder anderen Wesen zum Spielerfolg beiträgt. Der Begriff „Killerspiele“ hat eine pejorative Konnotation, deshalb wird eher der Begriff “gewalthaltige Spiele” benutzt.

Es wird kontrovers diskutiert, ob Computerspiele mit gewalthaltigen Inhalten das reale Schießen auf Menschen mit Tötungswaffen konditionieren könnten.

Nach Amokläufen von Schülern in den USA und in Deutschland hat sich die Forschung verstärkt mit der Frage befasst, ob gewalthaltige Spiele die Kontrolle von Emotionen und Triebimpulsen beeinflussen.

 

Informationen über rechtliche Fragen, Regelmechanismen und Einrichtungen:

https://www.piratenpartei-nrw.de/2016/08/20/die-bundeswehr-und-die-killerspiele/

Keine schleichende Gewöhnung an Bilderwelten von Zerstörung und Sterben von Mensch und Natur!!

Militarisierung von games und Gamification von Kriegen?

Videospiele werden immer mehr militarisiert. Kriegsgerät und Waffen werden zunehmend mit Gaming-Elementen ausgestattet, zum Beispiel in Form von Konsolen-Controller zur Steuerung von bewaffneten Drohnen. Also findet gewissermaßen auch eine Gamification von Kriegen statt.

Sollen so das Vernichten und das Töten unterhaltsamer und cleaner werden?

Killerkonsole

IT-Kompetenz und spannende Spiele?

JA!

Gamer für die Cybertruppe der Bundeswehr?

NEIN!

Alternative Games : Informationsquellen

  • Schulze von Glaßer, Michael: Das virtuelle Schlachtfeld. Videospiele, Militär, Rüstung
    Neue Kleine Bibliothek 199, 205 Seiten ISBN 978-3-89438-548-4
  • Digitale-Spielewelten.de Online-Kompetenzplattform für Medienpädagogik in der digitalen Spielekultur. Informations-, Präsentations- und Vernetzungsplattform im Bereich der digitalen Spielekultur.

Sollen gewaltverherrlichende Computerspiele verboten werden?

Ein Projekt des Rüstungsinformationsbüros Freiburg (RIB) und der DFG-VK (2009)

Aktualisierung 2017:

Ein Projekt des Runden Tisches Freiburg “Schulfrei für die Bundeswehr” und des RIB Freiburg

Lernen für den Frieden: Unser Projekt 2017

Die Referenten waren:

Stephan Möhrle: seit Anfang 2015 Leitender Direktor des RüstungsInformationsBüros in Freiburg, Referent im Bereich der SMV und Lehrerfortbildung, Beiträge über Computer- und Rüstungsmessen

Jürgen Grässlin: Vorsitzender des RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), Bundessprecher der DFG-VK und der Kampagne “Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!”, Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär – und Wirtschaftspolitik, Lehrer, GEW-Personalrat.

Film mit dem Power Point-Vortrag zum Thema: Krieg in Kinderköpfen (Stephan Möhrle) und Planspiel 2017

Krieg in Kinderköpfen

28.Juni 2017

15:30 Uhr bis 18:30 Uhr Planspiel

“Sollen gewaltverherrlichende Computerspiele verboten werden?”

19:00 Uhr Vortrag in Raum E 315 (unabhängig vom Planspiel möglich):

“Vom virtuellen Schlachtfeld zum realen Krieg?!”

Veranstaltungsreihe für Eltern und Interessierte aus der Jugendarbeit